Historie

Die Londoner Promenaden-Konzerte


Sir Henry Wood begründete 1895 eine traditionelle Sommerkonzertreihe in London, die sogenannten „proms“. Alljährlich finden zwischen Juli und September täglich diese Promenadenkonzerte statt, insgesamt sind es rund 70 in einer Saison.

 

Die „proms“ haben sich zu einem einzigartigen Musikfestival entwickelt, das sich an ein breites Publikum wendet. Bei Konzerten in der Royal Albert Hall werden neben den Sitzplätzen auch preiswerte Stehplätze angeboten.

 

Die Promenadenkonzerte haben aus der Tradition heraus keine Kleiderordnung. Vom „Freizeit-Look“ bis hin zum Business-Anzug ist alles zu sehen, selbst kurze Hosen.

 

Krönender Abschluss der Promenaden-Konzerte ist die „last night of the proms“, die traditionell in der Royal Albert Hall stattfindet. Die Kleiderordnung ist beim Abschlusskonzert noch lockerer – man nimmt Tröten und Fähnchen mit, verkleidet sich und die „prommers“ sparen auch an witzigen Zwischenrufen. Musikalisch werden in der Regel populäre und leicht zugängliche Werke dargeboten, und auch die Klassiker wie „pomp and circumstance“ , „Land of hope and glory“ und „rule Britannia“

 

Sir Henry Wood war der erste Dirigent dieser von ihm ins Leben gerufenen Promenadenkonzerte, und bei der „last night oft he proms“ wird alljährlich daran erinnert – seine Büste in der Royal Albert Hall erhält einen Lorbeerkranz.